Nr. 10: Die ArbeiterInnen des Bus-Nahverkehrsverbundes Großraum Teheran (BNVV) gründen ihre Gewerkschaft

Am Freitag, den 03. Juni 2005 ist den ArbeiterInnen des BNVV gelungen in einem erfolgreichen Versuch ihre Betriebsversammlung abzuhalten, und die Gewerkschaft der ArbeiterInnen des BNVV zu gründen.
Herrn Mansoor Ossanloo, ein Arbeiteraktivist des BNVV, beschreibt den Weg bis zur erfolgreichen Abhaltung der Betriebsversammlung am Freitag in einem Interview mit "iran.emrooz.de".
Laut Ossanloo versuchen die ArbeiterInnen des BNVV seit längerer Zeit ihre Gewerkschaft zu gründen. Zu diesem Zweck sei zunächst eine Sitzung für den 09. Mai 2005 vorgesehen worden. Diese Sitzung sei aufgrund eines Angriffs einiger Mitglieder des islamischen Rats, des Vorstands des BNVV und der Sicherheitskräfte unterbrochen worden. Als Folge dieses Angriffs seien einige Arbeiter verletzt und ihr Eigentum beschädigt worden. Man habe ihn mit einem Messer angegriffen. Später seien 23 Messerstiche auf seinem Körper und sogar auf seiner Zunge entdeckt worden. Er befinde sich noch in Behandlung.
Nach Angaben von Herrn Ossanloo sei der zweite Versuch, eine Betriebsversammlung abzuhalten, am 13. Mai 2005 ebenfalls aufgrund von Angriffen der Geheimpolizei, Sicherheitskräften und eines Teils des Arbeiterhauses gescheitert. Aufgrund dieser Störungen haben sich am selben Tag 3000 ArbeiterInnen auf dem Hassan-Abad-Platz versammelt und die Auflösung der Islamischen Räte und die Abhaltung einer Betriebsversammlung des BNVV gefordert.
Am 03. Juni 2005 wurden die ArbeiterInnen zum dritten mal zur Abhaltung der Betriebsversammlung am ehemaligen Sitz der Gewerkschaft der BäckerInnen in Khayam Gasse, Teheran, eingeladen. Bereits am frühmorgens waren die Sicherheitskräfte präsent, und haben die ArbeiterInnen daran gehindert, den Versammlungsort zu erreichen. Gegen Mittag versammelten sich ca. 500 ArbeiterInnen mit Transparenten und forderten die Abhaltung der Betriebsversammlung. Daraufhin erhielten die Hundertschaften der Polizei den Befehl, sich zurückzuziehen und die ArbeiterInnen nicht länger am Betreten des Gebäudes zu hindern. Daraufhin konnte die Betriebsversammlung ihre Arbeit mit mehreren tausend anwesenden ArbeiternInnen aufnehmen und die Wahlen gemäß den Konventionen Nr. 98 und 87 der ILO durchführen.
Nach Angaben von Herrn Ossanloo haben ca. 8000 von insgesamt 17.000 ArbeiterInnen des BNVV an den Wahlen teilgenommen. Die Auszählung der Stimmen dauerte noch am Samstagmorgen an. Es sollten 19 Hauptmitglieder des Vorstands, 9 Ersatzmitglieder und 3 Revisoren gewählt werden. Die Betriebsversammlung hat das Statut genehmigt.
Bezüglich der aktuellen Probleme der ArbeiterInnen des BNVV sagte Herr Ossanloo:
Mindestens 14 ArbeiterInnen wurden in den letzten 3 Monaten gekündigt. Die gekündigten ArbeiterInnen befinden sich in einer sehr schwierigen finanziellen Lage. Bei vielen ArbeiterInnen wurden die Zusatzleistungen gestrichen. Viele ArbeiterInnen wurden versetzt und ebenso viele durch den Sicherheitsdienst des BNVV vernommen.
Zur Unterstützung der gekündigten ArbeiterInnen wurde ein Konto bei der Iranischen National Bank in Teheran (Konto-Nr.: 8009495, Filiale Hafez, BLZ 75) eingerichtet.
Herrn Mansoor Ossanloo, ein Arbeiteraktivist des BNVV, beschreibt den Weg bis zur erfolgreichen Abhaltung der Betriebsversammlung am Freitag in einem Interview mit "iran.emrooz.de".
Laut Ossanloo versuchen die ArbeiterInnen des BNVV seit längerer Zeit ihre Gewerkschaft zu gründen. Zu diesem Zweck sei zunächst eine Sitzung für den 09. Mai 2005 vorgesehen worden. Diese Sitzung sei aufgrund eines Angriffs einiger Mitglieder des islamischen Rats, des Vorstands des BNVV und der Sicherheitskräfte unterbrochen worden. Als Folge dieses Angriffs seien einige Arbeiter verletzt und ihr Eigentum beschädigt worden. Man habe ihn mit einem Messer angegriffen. Später seien 23 Messerstiche auf seinem Körper und sogar auf seiner Zunge entdeckt worden. Er befinde sich noch in Behandlung.
Nach Angaben von Herrn Ossanloo sei der zweite Versuch, eine Betriebsversammlung abzuhalten, am 13. Mai 2005 ebenfalls aufgrund von Angriffen der Geheimpolizei, Sicherheitskräften und eines Teils des Arbeiterhauses gescheitert. Aufgrund dieser Störungen haben sich am selben Tag 3000 ArbeiterInnen auf dem Hassan-Abad-Platz versammelt und die Auflösung der Islamischen Räte und die Abhaltung einer Betriebsversammlung des BNVV gefordert.
Am 03. Juni 2005 wurden die ArbeiterInnen zum dritten mal zur Abhaltung der Betriebsversammlung am ehemaligen Sitz der Gewerkschaft der BäckerInnen in Khayam Gasse, Teheran, eingeladen. Bereits am frühmorgens waren die Sicherheitskräfte präsent, und haben die ArbeiterInnen daran gehindert, den Versammlungsort zu erreichen. Gegen Mittag versammelten sich ca. 500 ArbeiterInnen mit Transparenten und forderten die Abhaltung der Betriebsversammlung. Daraufhin erhielten die Hundertschaften der Polizei den Befehl, sich zurückzuziehen und die ArbeiterInnen nicht länger am Betreten des Gebäudes zu hindern. Daraufhin konnte die Betriebsversammlung ihre Arbeit mit mehreren tausend anwesenden ArbeiternInnen aufnehmen und die Wahlen gemäß den Konventionen Nr. 98 und 87 der ILO durchführen.
Nach Angaben von Herrn Ossanloo haben ca. 8000 von insgesamt 17.000 ArbeiterInnen des BNVV an den Wahlen teilgenommen. Die Auszählung der Stimmen dauerte noch am Samstagmorgen an. Es sollten 19 Hauptmitglieder des Vorstands, 9 Ersatzmitglieder und 3 Revisoren gewählt werden. Die Betriebsversammlung hat das Statut genehmigt.
Bezüglich der aktuellen Probleme der ArbeiterInnen des BNVV sagte Herr Ossanloo:
Mindestens 14 ArbeiterInnen wurden in den letzten 3 Monaten gekündigt. Die gekündigten ArbeiterInnen befinden sich in einer sehr schwierigen finanziellen Lage. Bei vielen ArbeiterInnen wurden die Zusatzleistungen gestrichen. Viele ArbeiterInnen wurden versetzt und ebenso viele durch den Sicherheitsdienst des BNVV vernommen.
Zur Unterstützung der gekündigten ArbeiterInnen wurde ein Konto bei der Iranischen National Bank in Teheran (Konto-Nr.: 8009495, Filiale Hafez, BLZ 75) eingerichtet.

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